Mitgliederversammlung vom 31.03.2012

MV-Protokoll  31 03 12.pdf MV-Protokoll 31 03 12.pdf (132,4 kB)
 
 
Protokoll der 17. Mitgliederversammlung

Samstag, 31. März 2012, 10.00 Uhr - 11.30 Uhr
Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 8001 Zürich
 
Traktanden

1. Begrüssung

Im Namen des Vorstands begrüsst Präsidentin Thérèse Estermann die Anwesenden
zur 17. Mitgliederversammlung (MV). Anwesend sind 22 Personen: 20 Vollmitglieder,
1 Studierender und 1 Gast. Die MV ist gemäss den Statuten ohne Rücksicht auf die
Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig. Bei Stimmengleichheit entscheidet
die Vorsitzende. Das Protokoll führen Jacqueline Räz und Ernst Kleiner. Entschuldigt
haben sich folgende Personen:
Fehr Karin (Savoir social,) Lüthi Esther (Pro Infirmis), Sattler Brigitte (Insos), Schaller Geri (Verein
SSB), Spescha Eusebius (Curaviva), Beier Béatrice, Fäh Martina, Fitzi Verena, Franceschini
Claudia, Gallizzi Marianne, Gubser Claudia, Natali Edmea, Petermann Silvia, Zahno Sonia.
 
2. Abnahme der Traktandenliste
Die vorliegende Traktandenliste wird von den anwesenden Mitgliedern genehmigt
 
3. Wahl der Stimmenzählerinnen
Doris Feiner und Brigitte Brugger werden als Stimmenzählerinnen gewählt
 

Das Protokoll der 16. MV vom 2. April 2011, erstellt von Thérèse Estermann und
Ernst Kleiner, wird genehmigt und verdankt. In Erledigung des Auftrags der letzten
MV hat der Vorstand die Beitrittserklärung wie folgt umbenannt und ergänzt:
Antrag zur Aufnahme in den SBSB
Ich möchte dem Schweizerischen Berufsverband Sozialbegleitung SBSB beitreten und
erkläre mich bereit, mein berufliches Handeln nach den Ethischen Grundsätzen für Sozialbegleiter/-
innen FA zu richten. Darin heisst es nun neu:
Ich erfülle folgende Kriterien:
     • Sozialbegleiterisch tätig (analog Berufsbild)
     • anerkannter Abschluss im Sozialbereich oder
     • Nachweis von mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in Sozialbegleitung zu 100%
 
5. Jahresbericht 2011
In ihrem ersten Jahresbericht hält Präsidentin Thérèse Estermann Rückblick auf das
Jahr 2011, in welchem sie neben der Öffentlichkeitsarbeit das Präsidium und die
Geschäftsstelle übernehmen musste. Der Bericht umfasst eine Zusammenfassung
der wichtigsten Verbands-Aktivitäten. Insbesondere gibt er Auskunft über das Präsidium,
die Geschäftsstelle, die Finanzen und das Mitgliederwesen. Zudem befasst er
sich mit der Weiterbildung, den Diplomfeiern, der Vertretung der Studierenden, den
Klassenbesuchen und dem Berufsregister. Bulletin, Öffentlichkeitsarbeit und Homepage
sind für die Information an die Mitglieder und Dritte von grösster Wichtigkeit
Als weitere Tätigkeiten des vergangenen Jahres hebt sie die Retraite und die Auflösung
der Ethikkommission sowie die Aufgaben und Arbeiten der Trägerschaft Berufsprüfung
und der Prüfungskommission hervor. Stolz ist der SBSB auf die erste
Eidgenössische Berufsprüfung Sozialbegleitung und die Fachausweisübergabe, die
am 01.02.12 in einem würdigen Rahmen in Zürich stattgefunden hat. Erfolgreich war
die Weiterbildung vom 26.11.11 zum Thema „Selbstbestimmung, Mitbestimmung,
Fremdbestimmung“ mit Prof. Sonja Hug. Auch 2011 hatten der Vorstand und die
freiwilligen Helferinnen und Helfer ein grosses Pensum zu bewältigen, dafür bedankt
sich die Präsidentin ganz herzlich. Der Jahresbericht wird genehmigt und bestens
verdankt.

 
6.Jahresrechnung 2011 und Revisionsbericht
Mit Einverständnis der MV informiert Ernst Kleiner, Kassier des SBSB, über die
Rechnung 2011. Die Rechnung schliesst bei Einnahmen von CHF 26‘740.85 und
Ausgaben von CHF 23‘547.25 mit einem Gewinn von CHF 3‘193.60 ab, budgetiert
war ein Verlust von CHF 5‘000.00. Das Verbandsvermögen erhöht sich von CHF
46‘133.50 auf CHF 49‘327.10. Die Einnahmen bewegen sich im Rahmen des Budgets.
Die Ausgaben liegen unter dem Budget, weil das Weiterbildungs-Seminar anstelle
eines Ausgaben- einen erfreulichen Einnahmenüberschuss brachte, erst geringe
Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit anfielen und für die Vorstandsarbeit weniger
ausgegeben werden musste. Die Vorsitzende bedankt sich bei Ernst Kleiner für die
sorgfältige und gewissenhafte Arbeit als Kassier. Auf Empfehlung der Revisorinnen
wird die Jahresrechnung 2011 abgenommen und dem Vorstand Entlastung
erteilt.

 

7. Budget 2012 und Mitgliederbeiträge 2012
Budget 2011
Ernst Kleiner äussert sich in seiner Funktion als Kassier auch zum Budget 2012. Das
Budget basiert einesteils auf den Erfahrungszahlen der Vorjahre und andernteils auf
den im Jahresprogramm vorgesehenen Aktivitäten. Mit höheren Ausgaben ist für die
Öffentlichkeitsarbeit und die Homepage, die angepasst und ausgebaut werden soll,
zu rechnen. Auf der Ertragsseite sind die Mitgliederbeiträge, berechnet aufgrund des
Mitgliederbestandes per Ende 2011, niedriger eingesetzt. Bei budgetierten Einnahmen
von CHF 26‘000.00 und Ausgaben von CHF 33‘000.00 ist mit einem Verlust von
CHF 7‘000.00 zu rechnen.

Mitgliederbeiträge 2012
Trotz des budgetierten Verlustes werden die Mitgliederbeiträge für 2012 unverändert
wie folgt belassen:
    • CHF 120.00
für Vollmitglieder
    • CHF  80.00
für Studierende
    • CHF 120.00
für Gönnermitglieder (natürliche Personen)
    • CHF 200.00
für Gönnermitglieder (juristische Personen) mindestens, d.h.
                          • CHF 200.00
für 1 - 5 Personen
                          • CHF 250.00
für 6 -10 Personen
                          • CHF 300.00
für 11-20 Personen
                          • CHF 350.00
für 21-30 Personen
                          • CHF 400.00
für 31-40 Personen
                          • CHF 450.00
für 41-50 Personen
                          • CHF 500.00
ab 51 Personen

Die Versammlung genehmigt sowohl das Budget 2012 als auch die unveränderten
Mitgliederbeiträge für 2012.

 
8. Wahlen
Vorstand für die Amtsperiode 2012-2014
Gemäss Statuten besteht der Vorstand aus drei bis sieben Mitgliedern. Der Vorstand
konstituiert sich selbst. Die Amtsdauer beträgt zwei Jahre, Wiederwahl ist möglich.

Wiederwahl
Für die kommende Amtsdauer werden wiedergewählt:

   • Thérèse Estermann
   • Denise Waldvogel

Neuwahl
Als neue Vorstandsmitglieder werden gewählt:

   • Yvonne Brüggler
   • Jacqueline Räz

Mit einem kräftigen Applaus dankt die MV den bisherigen Vorstandsmitgliedern für ihre
Arbeit und wünscht den neuen Vorstandsmitgliedern viel Erfolg und Befriedigung
in ihrem neuen Wirkungskreis.

Revisionsstelle
Regula Schönenberger
ist als Revisorin bis 2013 gewählt. Die Amtsperiode von Lotti
Fasnacht
ist zu Ende. Wiederwahl ist gemäss Statuten möglich, deshalb stellt sie sich
für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung und wird mit grossem Applaus wiedergewählt.
 

9. Jahresprogramm 2012
Das Jahresprogramm unterscheidet sich inhaltlich von den früheren Programmen.
Zuerst wird der Kalender mit den Aktivitäten für 2012 aufgeführt, dann die Jahresziele,
welche der Vorstand im neuen Verbandsjahr erreichen will, abschliessend sind die
Aufgaben des Vorstandes aufgelistet. Für die Klassenbesuche konnte eine neue
Form gefunden werden, die Studierenden sollen gezielt sowohl über den Verband als
auch über ihre beruflichen Zukunftsmöglichkeiten, die ihnen der Fachausweis bietet,
informiert werden. Mit einem griffigen Konzept soll die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert
werden. Ein Flyer soll wirksam für die Mitgliedschaft im Verband werben. Neue
Vorstandsmitglieder sind jederzeit willkommen.

Ergänzend zum schriftlichen Jahresprogramm informiert Denise Waldvogel die Versammlung
über die Berufsprüfung, die sich in drei Prüfungsteile gliedert:

1. Die Projektarbeit muss vorgängig schriftlich erstellt und eingereicht werden. Eingeschlossen
sind die Präsentation und das Fachgespräch der Projektarbeit.
2. Die Fachprüfung erfolgt schriftlich mit einer Fallbearbeitung (Fachwissen, Theorie,
Konzepte und deren Anwendung)
3. Die mündliche Fachprüfung beinhaltet eine Fallbearbeitung mit Theoriebezug und
Fachgespräch.

An der ersten Berufsprüfung haben 8 Kandidaten teilgenommen. 5 Personen bestehen
im ersten Anlauf, 3 Personen müssen am 23. Mai 2012 an die Nachprüfung. 8 Expert/-
innen waren für die Hauptprüfung, 3 Expert/-innen sind für die Nachprüfung zuständig.
Die nächste Prüfung findet im Herbst 2013 statt. Die Planung dafür beginnt im Herbst
2012. - Bisher sind über 100 Sozialbegleiter/-innen in den Genuss einer Titelumwandlung
gelangt. Weitere Gesuche können bis Ende Januar 2015 eingereicht werden. Den Lehrgang
der Sozialbegleitung bietet nach wie vor die SSB an, neuer Lehrgangsanbieter ist
die Helidux AG. Das Äquivalenzverfahren wird 2x jährlich geplant (Frühling und Herbst).
Auf die Frage von Fanny Ruchti, ob es möglich wäre, einen praktischen Teil in die Berufsprüfung
einzubauen, antwortet Denise Waldvogel, dass dies zurzeit schwierig umzusetzen
ist. Die Möglichkeit wurde in der Kommission diskutiert, z.B. durchführbar mit einem
Rollenspiel usw. Die Prüfung kann jederzeit angepasst werden, für eine solche An-
passung braucht es eine Anpassung der Prüfungsordnung, was einige Zeit in Anspruch
nehmen würde. Denise Waldvogel weist nochmals darauf hin, dass der SBSB als Mitglied
in der Trägerschaft Berufsprüfung auch finanziell in der Pflicht ist.

Thérèse Estermann informiert über das Bulletin und das Berufsregister. Änderungen sollen
laufend angegeben werden. - Jacqueline Räz berichtet über die Studentenvertretung
und die Klassenbesuche. Diese finden wieder statt. Damit soll der Kontakt zu den Studierenden
gepflegt und deren Anliegen und Wünsche aufgenommen werden.

Das Jahresprogramm wird von der MV in zustimmendem Sinne zur Kenntnis genommen.

 
10. Anträge der Mitglieder
Seitens der Mitglieder sind keine schriftlichen Anträge eingegangen
 
11. Ehrungen – Verabschiedungen
Im Bulletin 2/12 wurde Regula Jud aus dem Vorstand verabschiedet und ihr Wirken
im SBSB-Vorstand gewürdigt, dem sie ab der MV 2007 bis zu ihrem gesundheitlich
bedingten Ausscheiden im Frühjahr 2011 angehört hatte. Als engagierte Sozialbegleiterin
im Verbandsvorstand setzte sie sich für die Anerkennung unseres Berufes ein.
Ab MV 2008 amtete sie als Co-Präsidentin und ab MV 2010 als Präsidentin. Zudem
führte sie ab 2008 die Geschäftsstelle, pflegte die Verbindung mit der Schule und war
teils auch für die Klassenbesuche zuständig. Weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit
war die Weiterentwicklung der Homepage. Gesundheitliche Probleme zwangen sie,
sich anfangs 2011 von der Vorstandsarbeit zu entlasten. Der Vorstand dankt ihr für
ihre grosse, engagierte und zeitintensive Arbeit und wünscht ihr alles Gute.

Silvia Petermann wurde 2009 in den Vorstand gewählt. Sie versah während ihrer
Vorstandstätigkeit verschiedene Ressort und war für die Protokollführung, die Diplomierungen,
das Berufsregister, die Reservationen und die Organisation der Weiterbildungsseminare
zuständig. Im abgelaufenen Verbandsjahr bekleidete sie auch das
Vizepräsidium. Sie tritt aus dem Vorstand zurück, um wieder mehr Zeit für andere
Aufgaben und Verpflichtungen zur Verfügung zu haben. Der Vorstand würdigt ihre
Arbeit und verabschiedet sie mit den besten Wünschen für die Zukunft.
 
12. Verschiedenes
Weiterbildungsseminar 2012
Das Weiterbildungsseminar (WBS) 2012 findet am Samstag, 24.11.2012 im Zentrum
Karl der Grosse in Zürich statt zum Thema: “Kulturen und Religionen in der aufsuchenden
Sozialbegleitung“.
Pfarrer Dr. Joachim Finger wird durch dieses interessante
Thema führen. Das Seminar ist offen für Mitglieder sowie auch für Nicht-
Mitglieder. Die Ausschreibung erfolgt wie üblich mit dem Bulletin Juni 2012. Sie wird
auch ins Internet gestellt. Anmeldeschluss ist 31.10.2012
 
13. Ort und Datum der MV 2013
Die nächste MV findet voraussichtlich am zweiten oder dritten Samstag im März 2013
in Zürich statt. Ort und definitives Datum werden später bekannt gegeben. Die Vorsitzende
schliesst die Versammlung mit dem besten Dank für die Teilnahme.

Nach kurzer Pause leitet sie zum Fachreferat von Dr. med. Mario Etzensberger,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zum Thema: „Das neue Erwachsenenschutzrecht“
über. Schluss der gesamten Veranstaltung ist 13.00 Uhr.


Für das Protokoll
Jacqueline Räz und Ernst Kleiner
Oberrohrdorf und Oberrieden, 2. April 2012
 
 
 

Fachreferat von Dr. med. Mario Etzensberger am 31.03.2012

 
 
                                              Das neue Erwachsenenschutzrecht
                                                               Referat von
          Dr. med. Mario Etzensberger, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Spezialität Forensik. Mitglied der Expertenkommission Revision Vormundschaftsrecht,
            viele Jahre Chefarzt der Psychiatrischen Klinik Königsfelden
 
An der 17. Mitgliederversammlung vom 31. März 2012 durften wir erneut vom
fundierten Wissen unseres Referenten über das neue Erwachsenenschutzrecht
profitieren. Wie Sie sicher aufgrund seiner letztjährigen Ausführungen noch in
Erinnerung haben, hat das neue Erwachsenenschutzrecht zum Ziel, die
Massnahmen des Staates gegenüber seinen Bürgern zu individualisieren und die
Behörden zu professionalisieren. In Zukunft wird die Erwachsenenschutzbehörde aus
mehreren Disziplinen bestehen, nicht mehr nur eine Gemeinde bedienen und so
durch eine grössere Anzahl von Fällen mehr Fachkompetenz erwerben.
 
Im Anschluss an die diesjährige Mitgliederversammlung ging Dr. Mario Etzensberger
nochmals generell auf die neuen Instrumente des Vorsorgeauftrags, der
Patientenverfügung und der Massnahmen, die von Gesetzes wegen ergriffen
werden, ein. Insbesondere wurden dabei die „fürsorgerische Unterbringung“ und die
„Behandlung ohne Zustimmung“ thematisiert und die wichtigsten Punkte beim
Vorsorgevertrag und bei der Patientenverfügung an praktischen Beispielen erläutert
und auf Fragen aus dem Plenum eingegangen.
 
Die Sozialbegleiterinnen und Sozialbegleiter erhielten durch den fachlichen Diskurs
einen noch vertiefteren Einblick in das Erwachsenenschutzrecht. Die Neuerungen
sind für unseren Beruf von grosser Bedeutung.
 
Damit alle Sozialbegleiterinnen und Sozialbegleiter von den Ausführungen unseres
Referenten profitieren können, laden wir die PowerPoint-Präsentation mit seiner
Genehmigung auf unsere Homepage
 
Weitere interessante Hinweise zu diesem Thema finden Sie auf der Website von
 
www.curaviva.ch.